Ausrüstung

Es scheint mir unvermeidlich, Werbung für Koga zu machen. Seit über zehn Jahren und mehreren 10000 km ist mir der Randonneur ein treuer Begleiter und Lastesel auf meinen Touren. Ich bin sicher, auch auf dem Jakobsweg bin ich mit diesem Rad gut beraten.

Koga Miyata Randonneur

Koga Miyata Randonneur

Der Randonneur ist ein echter Koga-Klassiker mit geschweißtem Stahlrahmen und schlanken Rohren. Das Fahrrad ist für lange Touren mit viel Gepäck ausgelegt, sozusagen ein Weltenbummler. Die Lowrider mit Ständer, verstärkter Gepäckträger, zusätzliche Trinkflaschen, Federgabel, Qualitätsschaltwerk und Bremsen, neue Tourenbereifung etc. sollen Garanten für ein sicheres Ankommen sein.

Das Gepäck wird in vier Taschen (Ortlieb Gear) wasserdicht verpackt und bleibt trotz Zelt  und Schlafsack in der 20 Kg-Grenze für das Fluggepäck. Jedes Kilo mehr wird am Ziel die schwarze Tonne finden.

Auswertung

Fahrrad: Das Fahrrad hat gehalten, was es versprochen hat. Ich habe lediglich die Bremsbeläge gewechselt, hinten einmal, vorne zweimal! Das Kombiwerkzeug und das Swiss-Tool haben gereicht.

Gepäcktaschen: Ohne jeden Mangel haben die Taschen von Ortlieb selbst dem schlimmsten Regen getrotzt und ohne Schutzüberzug den Flug überstanden. Besonders strapaziert wurde die Lenkertasche mit Kartenhülle. Beides hat sich zu 100% bewährt, insbesondere die tatsächlich wasserdichte Kartenhülle war unverzichtbar.

Kartenmaterial und Radwanderführer: In Deutschland habe ich Karten aus einem ALDI-Satz verwendet – und nach Gebrauch gleich entsorgt, zu ungenau und zu alt. Allerdings hätte ich mir zugetraut, Freiburg auch ohne Karten zu finden. Für Frankreich habe ich 7 Karten 1:200 000 von Michelin genutzt. Ich schließe mich dem Urteil vieler Radfernfahrer an, die Karten sind einmalig gut, genau und auch für das Fahrrad ausreichend detailliert. Für die Strecke ab Le Puy hatte ich noch den Rother Wanderführer – Französicher Jakobsweg – dabei. Der Führer ist, wenn auch für Fußpilger gedacht, eine Quelle wichtiger Informationen, insbesondere für Unterkünfte, Adressen der TouristInfos und darüber hinaus gibt er liebevolle Beschreibungen von Land und Leuten. Für Spanien habe ich mir zur Übersicht Michelinkarten 1:250 000 (Navara) und 1:400 000 (Kastilien und Galizien) gekauft. Zusammen mit dem BikeLine Radwanderführer Jakobsweg völlig ausreichend, wenngleich ich empfehle, auch hier den entsprechenden Rother Wanderführer mitzunehmen.

Bekleidung 1. Schicht: Den Fahrradschuhen von Shimano fehlte die wasserdichte Membrane, da habe ich an der falschen Stelle gespart, ansonsten sind Klicks unverzichtbar. Die langen Fahrradgamaschen von VauDe haben ihren Dienst ausgezeichnet geleistet und zum Abschied den Weg in die schwarze Tonne gefundenn – die waren nach ca. 6 Jahren hin. Die Fahrradwinterhose – lang mit Trägern von Gonzo – hat mich so manchen kalten Morgen überleben lassen – unverzichtbar. Die 3/4 Fahrradhose (Sommer) von Gonzo ist einmalig gut. Dank Sitzsalbe von Gonzo habe ich nicht eine wunde Stelle gehabt. Eine Regenhose habe ich nicht gebraucht, luftiger und völlig ausreichend in Kombination mit den Gamaschen war ein Regenschurz, den ich bei Rose gefunden habe. Als Regenjacke gibt es für mich nur eine Wahl: VauDe Stretched Infinity Jacket. Diese Jacke ist leicht, angenehm zu tragen und absolut wasserdicht mit ausreichender Atmungsaktivität. Der Fahrradhelm von Uvex hat mir zweimal eine kräftige Beule am Kopf erspart.

Bekleidung 2. Schicht: T-Shirts von Odlo, eine Fließjacke von Schöffel und zwei Paar Sportsocken haben gereicht. Und für den Aben ein Paar Selbstgetrickte, die ich beim Besuch bei Tantchen unterwegs geerbt habe.

Flop: Als absolut ungeeignet haben sich die Überhandschuhe von Berghaus gezeigt. Angeblich wasserdicht haben die alles gehalten, vor allem das Wasser! Ich konnte mit den Findern darin planschen und es ist nicht von oben reingelaufen! Als Ersatz habe ich Winterhandschuhe gekauft, nicht wasserdicht, aber warm!

Sonstige Ausrüstung: Mein alter Kunstfaserschlafsack hat auch für ungeheizte Herbergen gereicht. Sehr gut hat sich der Hüttenschlafsack aus Seide bewährt, den man beim DAV bekommen kann. In dem kann man sich drehen, ohne dass die Decken verrutschen. Für den Essenvorrat war das „Naschkästchen“ von Tuppa wie immer super. Fürs Broteschmieren braucht man nur noch ein Opinel! Die zwei Trinkflaschen á 700 ccm waren immer ausreichend, da man jederzeit Wasser bekommen konnte. Die Sig-Flasche 1000 ccm hat sich dafür als Weindepot bewährt.

Überflüssig: Schlafmatte; Campingküche, Zelt – wenn man das ausgezeichnete Herbergsnetz nutzt. In Mannheim habe ich das Gepäck um 10 kg verringert, es haben dann 2 Gepäcktaschen gereicht. Als Nachteil stellte sich aber dann am Berg die Gewichtsverteilung heraus. Dafür ist mir keine Lösung eingefallen – zwei mal bin ich dadurch nach hinten abgestiegen, aua!

6 Kommentare zu Ausrüstung

  1. August Lammers sagt:

    Hallo Helmuth,
    weiterhin viel Freude und Kraft auf deinem Weg!
    Herzliche grüße
    August

  2. Sandau-Team sagt:

    hoffentlich ist das Fahrrad noch o.k. Tolle Leistung von Ihnen, wir sind stolz auf Sie und freuen uns alle Sie als unseren Kunden zu haben. Alles Gute -das Team von Sandau-

  3. helmut sagt:

    Hallo Sandau-Team!

    Habe ich jetzt den Werbevertrag?

    sportliche Gruesse
    helmut op tour

  4. Sandau-Team sagt:

    Hallo Radler, über den Werbevertrag können wir ein Gespräch führen. ‚Viel Glück für die letzten Kilometer. Das Team von Sandau Bike+Sport

  5. ping sagt:

    hi helmut,
    ich würde gerne genaueres zum regenschurz von rose wissen, den du ansprichst. kannst du mir ev. einen link oder ein foto zur verfügung stellen. das internet hab ich schon abgesucht, hab aber leider nichts genaueres gefunden. würde mich sehr freuen! lg
    ping

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