8. Tag Mulhouse – Baume les-Dames 125 km – Romantik pur

Ein Tag voller guter Eindruecke. Aufgebrochen bin ich als erster Gast aus einer noch verschlafenen Jugenherberge. Nach kurzem Weg habe ich den Kanal wiedergefunden.

P1020120.JPG Die Sonne, knapp ueber dem Horizont, hat noch mit den Wolken gekaempft, den Kampf hat sie sehr schnell gewonnen. Seit Mittag strahlt sie vom wolkenlosen Firmament. Die Hardcorebiker waren schon unterwegs, spaeter gesellten sich Wanderer, Jogger und Inliner dazu. An beiden Ufern hatten sich die Angler breit gemacht. Enten, der Kormoran und verschiedene Reiher sind bei der morgentlichen Futtersuche. Der Herbst laesst gruessen, die Pappeln werfen ihre Blaetter ab, die Lindenalleen, die zeitweise den Kanal saeumen, faerben ins gelbliche, und mancher Ahorn macht auf Indian Summer. Alles liegt in romantischer sonntaeglicher Morgenruhe. Abseits der Doerfer zieht sich der Kanal dahin, in kurzen Abstaenden heben Schleusen das Niveau um ca. 2,50 m. P1020124.JPG Teilweise zweispurig mit Mittelstreifen geht es in flotter Fahrt auf dem Radweg dahin. Irgendwann, etwa auf der Hoehe Altkirch, habe ich die Wasserscheide ueberschritten und es geht in gleichen Stufen Richtung Rohnetal. Von der Landschaft fasziniert, vom flotten Tempo ueberrascht, habe ich dann doch gemerkt, dass ich den Stichkanal Belfort erwischt habe. Die „Abkuerzung“ macht den Weg nach Spanien um mindestens 10 km laenger. P1020125.JPG

Montbéliard ziert ein imposantes Schloss. Aufgehalten hat es mich nicht. Im naechsten Ort, in Bart, wollte ich nur etwas in der Bar des Hotel du Centre trinken. Eine nette junge Dame habe ich nach einem Internet-PC gefragt. Ich durfte dann am PC des Patrons werkeln. P1020129.JPGDamit habe ich es heute Abend etwas leichter. Der Paton hatte es nicht leicht, die Maedels auf dem Bild sind Serben, der Rest der Gaeste Deutsche – noch drei im Barraum.

Anschliessend habe ich ganz bewusst nicht mehr auf den Tacho geschaut. Bis auf ein paar Ortsdurchfahrten immer auf dem R4 am Kanal entlang. Der vereinigt sich irgendwann mit der Doubs. P1020132.JPGDas Tal der Doubs wird jedoch immer enger und so blieb es nicht aus, dass doch noch ein paar Bergwertungen dazukamen. Der Ortsname „Roche-lès-Clerval“ spricht eigentlich Baende.

In Baume les Dames bin ich bei „Tante Drull“ untergekommen (Karl May-Kenner wissen schon). Ein Gîtes de Frances mit einer Hausdame von Format!

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5 Responses to 8. Tag Mulhouse – Baume les-Dames 125 km – Romantik pur

  1. Florian sagt:

    Mann, mann, mann. Das ist ja Live-Blogging hier! Wie kommst du überhaupt noch zum Fahrradfahren?? 🙂

    Weiter so!
    Flo

  2. Rauch sagt:

    … Das WE neigt sich schon wieder dem Ende und der Dienst ruft bereits leise aus der Ferne. Ich hoffe der Stoß durch das französische Gelände wird nicht von zu vielen „Umleitungen“ geschwächt und wie heißt es so schön – ob es stürmt oder schneit… In diesem Sinne – auch wenn ich in der Woche nicht on sein kann – so drücke ich weiterhin meine beiden dicken Daumen für ein gutes gelingen und freue mich schon darauf am Fr Deine interessante Woche nachlesen zu können.

  3. Artur sagt:

    So, wir sind aus Wernigerode zurück. Haben uns am Wochenende über diese Seite natürlich auf dem Laufenden gehalten.
    Die Rüstzeit war prima.
    Weiterhin viel Erfolg

    Artur

  4. helmut an alle sagt:

    Ich freue mich ueber jeden Konmmentar von euch, seit bitte nicht boese, wenn ich nicht jedesmal darauf reagiere. Alles, was wichtig ist, veroeentliche ich im Tagesbericht!

    helmut op tour

  5. Artur sagt:

    Lieber Helmut,
    heute gibts es von meiner Seite keine rasanten Neuigkeiten zu berichten. Die Panzertruppenschule hat mich wieder, die OSH ist engültige Kriegsgeschichte.
    Wir lesen deine Berichte weiterhin mit viel Interesse und wünschen dir auch für die nächsten Etappen alles Gute.
    Artur und Angelika

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