12. Tag Retournac – Le Puy en Velay – 47 km – 999 km auf dem Tacho

P1020175.JPG Nach dem Erlebnis in der Kueche (siehe 11. Tag), waren zunaechst mal ein paar kleinere Steigungen angesagt. Auf eines kann man sich verlassen, das ist die Michelinkarte. Wenn da die Strassen gruen markiert sind, dann geht es mit Sicherheit bergauf. Hier gibt es viele gruene Markierungen. P1020181.JPG Wenn man aber mit 8 km/h eine Stunde  gegen den Berg tritt, anschliessend mit 42 km/h ins Tal braust, dann kommt man nur auf einen Stundenschnitt von 25 km/h, wenn man noch nichts vom harmonischen Mittel gehoert hat!

Der Knaller kam 10 km vor Le Puy: Umleitung, ausdruecklich auch fuehr Radfahrer. Die hat mir das Vergnuegen beschert, mal kurz 450 Hoehenmeter zu machen. Da kommt man schon ins Schwitzen, die Bruehe brennt in den Augen, die Nase lauft, alles im kleinsten Gang und ich traue mich nicht, die Haende vom Lenker zu nehmen, weil dass unweigerlich absteigen und den Rest Schieben bedeutet. Oben gab es einen Kilometerstein mit der Hoehenangabe 840 m, und das war noch nicht ganz oben. Die Abfahrt hat Bremsen gekostet, war mir einfach zu viel Rollsplitt auf der Strecke.

P1020194.JPG P1020191.JPG Le Puy, Startpunkt der Via Podiensis, der Weg bis zu den Pyrinaeen, habe ich sicher erreicht, von anderen Pilgern habe ich eine Empfehlung fuer eine Herberge erhalten. In einem grossen Saal sind Kabinen mit einem Vorhang abgeteilt. Fuer jeden ein Bett, einen Stuhl und einen Tisch. Abendessen gibt es um 19:30 Uhr (Suppe) und morgen frueh Fruehstueck – alles umsonst, man erwartet nur eine Spende, so etwa 12 €. Um 07:00 Uhr ist dann Pilgermesse, schaun wir mal.

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6 Antworten zu 12. Tag Retournac – Le Puy en Velay – 47 km – 999 km auf dem Tacho

  1. helmut an alle sagt:

    An alle, die Kommentare schreiben: Jetzt sind es schon 50!!!! Ich bin begeistert!!! Seit nicht boese, wenn ich nicht auf jeden Kommentar reagiere. Das Blog zu schreiben ist schon ganz schoen stressig! Freue mich auf den naechsten Kommentar!

    Liebe Gruesse

    helmut op tour

  2. Gerd sagt:

    ….. der Wettergott gibt ein Zeichen, Helmut was brauchst Du noch einen
    Regenüberzug über deinen Fahrradhelm…..
    ….. zum Erlebnis in der Küche …… Gott liebt alle Geschöpfe auf unserer Erde…
    ….. zum Verlust des Reiseführers ….. Gott wird Dir den Weg weisen…..
    ….. zur abgebrochenen Spanienflagge ….. denke dran Helmut …… Basken mögen
    diese Flagge nicht ….
    ….. 1000 km sind geschafft….. Gratulation und Kompliment !!!!

  3. Herbert sagt:

    Bemerkenswerte Leistung – für dein Alter, Alter…:-), die du da bisher gebracht hast.
    Straßenkilometer bis zum Ziel: 1488 km. Ich will dir nicht die Motivation nehmen, halte durch. Mit dem Fahrrad kannst du auch Abkürzungen nehmen…Gratulation zu deiner Leistung.

  4. Erwin Knorr sagt:

    Hallo Helmut op Tour!
    Hiermit grüßt aus dem Land zwischen den Meeren vom Ufer der Stör ein christlich angehauchter Radler und ehemaliger Spatenpauli selbiger Firma, die mich bereits vor 5 Jahren in die gleiche Freiheit entließ, die Sie jetzt in einem besonderen Maße genießen. Sie kennen mich nicht. Unser gemeinsamer Bekannter Andreas Kibele meinte vor Ihrer Abfahrt eine gewisse Seelenverwandtschaft zwischen uns beiden entdeckt zu haben und hat mir einen Link zu Ihrer Vorhabenseite geschickt.
    Seitdem verfolge auch ich nahezu täglich mit großem Interesse Ihre Reise, beneide Sie ein wenig wegen Ihres Mutes und lese mit großem Vergnügen Ihre offenen, ehrlichen und humorvollen Berichte und Randnotizen.
    Weil ich selber grad in 9 Tagen von Münster dem Emslauf folgend und dann immer entlang des Nordseedeiches wieder nach Haus geradelt bin, dabei 712 km zurückgelegt und mir bei dem feuchten Wetter eine Erkältung eingefangen habe, kann ich mich hervorragend in Ihre Situation versetzen.
    Ihr Schutzengel und auch ich werden Sie weiter begleiten. Haben Sie Dank für die beeindruckende Berichterstattung. Gute Fahrt und Gottes Segen auf allen noch so schweren Wegen!

  5. Steffi Wepner sagt:

    Salut mon ami,
    hoffe es geht dir gut und du hast die turbulenten Ereignisse der letzten Tage gut überstanden? Konnte leider die letzten Tage deine Blogs nicht verfolgen….bin nun aber wieder gut informiert 🙂
    …die kleine „Tierchen“ sind natürlich nicht so schön, aber die tun bestimmt nichts 🙂
    Ich wünsche dir stramme Waden für die noch vor dir liegenden harten Bergetappen und schöne sonnige Tage, denn dann ist der Verlust von deinem Helm – Regenschutz auch nicht so schlimm!

    Du schaffst das 🙂

  6. Gerd sagt:

    ….. wußte gar nicht das Du aus einem Flugzeug fotogaphieren kannst, dolle Luftaufnahme auf die Kathedale…..

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